boumbelle

Patricia von boumbelle bietet verschiedene Dienstleistungen rund um Essen, Trinken und Feiern an. Allem voran Süsses. Patricia und ich haben uns via Instagram als Dienstleisterinnen in der Hochzeitsbranche kennengelernt. Ich hatte schon die Gelegenheit ihre Kreationen zu testen und bin begeistert – und das soll was heissen, schliesslich backe ich selbst leidenschaftlich gerne und bin sehr heikel, wenn es um Süsses geht. Im Interview erfährst du mehr über boumbelle und worauf Backanfänger besonders achten sollten. Ausserdem hat Patricia einen Desserttipp für dein Weihnachtsfest parat.  

Aktuell ist mit den Rezeptkarten eine Kollaboration von Patricia und mir erhältlich. Eine besondere Freude für mich, da so zwei meiner grossen Leidenschaften – Grafikdesign und Backen – zusammenkommen. Die Cupcake-Rezeptkarten mit Grundrezepten und Specials sind im praktischen A4-Format und eignen sich für das Nachbacken zu Hause. Sämtliche Rezepte stammen aus Patricias Backstube und sind gründlich erprobt, das Design der Karten durfte ich übernehmen. Gedruckt werden die Rezeptkarten auf 100% Altpapier in einer Zürcher Druckerei. Die Rezeptkarten sind in zwei verschiedenen Setgrössen erhältlich.

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Dezember 2021

 

Erzähl doch kurz etwas zu dir und deinem Label. Was zeichnet dich und deine Arbeit aus?

 

Ich bin in Höri zu Hause und habe meine Firma 'boumbelle' Anfang 2017 gegründet. Ich feiere gerne das Leben: Das fängt im Alltag an mit einem hausgemachten Abendessen und hört bei einer mehrstöckigen Hochzeitstorte für ein Brautpaar auf. Ich bin ein sehr kopflastiger Mensch und muss öfter Mal innehalten, um die schönen Momente im Leben bewusst zu geniessen. Also habe ich genau das zu meinem Beruf gemacht. Daher auch der Name ‘boumbelle’. Er kommt aus dem Französischen und steht für „das Schöne feiern“ (la boum = Feier/Fest, belle = schön). Bei boumbelle biete ich neben Hochzeitstorten, Sweet Tables und Caterings auch Backkurse an und schreibe einen Rezeptblog. Den Zugang zum Backen habe ich gefunden, als meine älteste Tochter als Baby gefühlt nie geschlafen hat. Da habe ich angefangen in der Küche zu werkeln und beim Teigrühren ist sie in der Trage meist eingeschlummert.

Hast du einen Tipp für ultimative Backanfänger, die sich nicht getrauen?

 

Unbedingt genau an das Rezept halten. Mir schreiben ganz viele Leute, ein Rezept hätte nicht geklappt – und im zweiten Satz kommt dann „ich habe den Zucker reduziert, anderes Mehl verwendet, eine Zutat gestrichen…“. Backen ist kinderleicht, besonders am Anfang sollte man ein Rezept aber genau umsetzen – irgendwann kennt man sich dann mit den Teigkonsistenzen aus und kann auch mal experimentieren.

Wie stehst du zu Trends wie veganem, glutenfreiem oder zuckerlosem Backen?

 

Vegan zu backen, finde ich sehr spannend! Backen ist Chemie und herauszufinden, wie man die einzelnen Komponenten am besten durch pflanzliche Lebensmittel ersetzt, macht mir viel Spass. Eventuell gibt es bei boumbelle schon schon bald mehr dazu... Glutenfrei zu backen, ist in meiner Küche kaum möglich, Spuren von Allergenen kann ich leider nie ganz ausschliessen. Bei Caterings versuche ich jedoch immer, eine Alternative anzubieten. Zuckerfrei backe ich kaum: Meine Backwaren sind eine kleine Auszeit vom Alltag, etwas für die Seele. Da darf es meiner Meinung nach Zucker drin haben. Jedoch verzichte ich beim Kochen im Alltag auf Haushaltszucker, mache sehr viel selbst und achte auf versteckten Zucker in Lebensmitteln.

 

Wie bekommst du dein Unternehmen und das Familienleben unter einen Hut?

 

Gute Organisation und Gelassenheit. An Letzterem arbeite ich noch. Ich bin sehr effizient, lerne schnell und wir haben unseren Familienalltag gut organisiert. Aber hier bricht ganz oft das Chaos aus. In den letzten Monaten war kaum etwas planbar, das bringt mich oft an meine Grenzen. Ich lerne dabei aber auch sehr viel – jetzt muss nur noch etwas mehr Zeit für mich rausspringen, dann bin ich mehr als zufrieden.

Was ist deine absolute Lieblings-Geschmackskombi?

 

Das ist eine sehr schwierige Frage, da das extrem von meiner Stimmung abhängt. Ich verbinde Essen sehr stark mit Emotionen und natürlich ist das immer unterschiedlich. Meine Lieblings-Geschmackskombi momentan sind Äpfel mit gebräunter Butter. Der Geschmack erinnert mich an die unzähligen Tarte Tatins, die wir in Frankreich geniessen – und diese Erinnerung habe ich in einem der Spezialrezepten eingefangen (Apple browned butter Cupcakes). Ich lasse mich am liebsten von der Natur und auf Reisen inspirieren und experimentiere sehr gerne in der Backstube – wenn es die Zeit zulässt.

Abseits von boumbelle: was snackst du lieber, süss oder salzig?

 

Definitiv salzig! Ich bin äusserst wählerisch bei Süssigkeiten – liebe es aber, mich auf Reisen durch Konditoreien zu probieren. Ich nehme aber meist nur einen Bissen zum Probieren, den Rest vernichtet dann die Familie.

Dein ultimativer Desserttipp für Weihnachten?

 

Moelleux au chocolat mit einer Kugel Fior di Latte Glacé. Absolut stressfrei, weil alles vorbereitet werden kann, sündhaft fein und mit einer Prise Extravaganz. Das Rezept dazu gibt's hier.